Wohngebäudeversicherung für Hausbesitzer

Eine Wohngebäudeversicherung sollten Hausbesitzer immer abschließen. In der Police sollte zumindest die Feuerversicherung enthalten sein. Oft ist auch der Schutz vor Schäden durch Leitungswasser sowie Sturm und Hagel sinnvoll. Die Versicherung gilt auch für Nebengebäude auf dem Grundstück, wie Garagen, wenn sie in der Police aufgeführt und in der Versicherungssumme berücksichtigt sind. Hausbesitzer können die Wohngebäudeversicherung mit einem Elementarschadenschutz kombinieren. Diese zusätzliche Police kann sich lohnen: Sie kommt für Schäden auf, wenn nach einem Umwetter Keller voll Wasser laufen. Darüber hinaus greift der Schutz auch, wenn ein Erdrutsch oder ein Erdbeben das Haus beschädigt.

Tipp: Prüfen Sie, ob die Elementarschadenversicherung Schäden durch Rückstau abdeckt. Es kann sein, dass der Versicherer den Einbau einer Rückstauklappe verlangt. Wenn Sie die Vorgaben nicht erfüllen, können Sie womöglich leer ausgehen, wenn die Kanalisation überlastet ist und Ihr Keller voll Wasser läuft.

Unterschiedliche Preise

Für den Preis der Wohngebäudeversicherung ist nicht nur der Wert des Hauses ausschlaggebend. Versicherer orientieren sich zum Beispiel bei der Sturmversicherung an Sturmstatistiken und bei der Police gegen Leitungswasserschäden am Härtegrad des Wassers. Etwas teurer wird die Police zudem, wenn Hausbesitzer neben der Wohngebäudeversicherung zusätzlich die Elementarschadenversicherung abschließen. In dem von Finanztest aufgeführten Beispiel eines 140-Quadratmeter-Hauses (Baujahr 1990) kostet der Schutz für das umfassende Versicherungspaket dann je nach Wohnort ab 240 Euro.

Problematische Risikoregionen

In Regionen, in denen es häufig zu Überschwemmungen kommt, haben es Hausbesitzer meist schwer, eine Elementarschadenversicherung zu bekommen, oder aber sie müssen viel für den Schutz bezahlen. Hintergrund: Versicherer unterteilen die Regionen mithilfe von Statistiken in vier Gefährdungsklassen. In Regionen der günstigsten Klasse eins gehen die Versicherer davon aus, dass es seltener als alle 200 Jahre ein Hochwasser gibt. Am teuersten ist Klasse vier: Versicherer kalkulieren hier alle zehn Jahre mit einem Hochwasser. Hausbesitzer in Regionen der Klasse vier haben keine Chance, sich gegen Elementarschäden zu versichern.

Tipp: Wenn Sie bauen oder eine Immobilie kaufen möchten, können Sie sich bei der zuständigen Wasserbehörde über Hochwassermarken und Grundwasserstände informieren. Fragen Sie auch bei den Versicherern nach, ob Sie für das Gebäude den Elementarschadenschutz bekommen.