Damit schlägt sich die JP Morgan Chase in der Krise weiterhin besser als seine Wettbewerber. Zwar belasteten die Verwerfungen an den Finanzmärkten das Ergebnis der US-Bank schwer: Im dritten Quartal sank der Gewinn um 84 Prozent. Analysten hatten jedoch mit weit größeren Verlusten gerechnet. JP-Morgan-Chef Jamie Dimon machte für die Gewinneinbrüche vor allem Wertberichtigungen im Investmentbanking sowie die gestiegenen Kreditkosten verantwortlich. Zudem sei angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten für die kommenden Quartale mit niedrigeren Gewinnen zu rechnen.

Außerordentliche Einnahmen herausgerechnet erlitt das Institut einen Verlust von sechs Cent pro Aktie. Die Papiere des Instituts notierten dennoch im frühen Handel 2,5 Prozent fester.

JP Morgan hatte infolge der Finanzkrise seit Anfang des Jahres die US-Rivalen Bear Stearns und Washington Mutual (WaMu) geschluckt. Allein im Rahmen der WaMu-Übernahme schrieb JP Morgan mehr als 30 Milliarden Dollar ab. Bei der Investment-Banking-Sparte erhöhten sich die Abschreibungen um 3,6 Milliarden auf 12,3 Milliarden Dollar. Die Verluste sind deutlich geringer als bei Rivalen wie Citigroup, die seit Beginn der Kreditkrise über 50 Milliarden Dollar abschreiben musste.