Das Staatsdefizit der USA hat im Steuerjahr 2008 einen neuen Rekordstand von 455 Milliarden Dollar erreicht. Die schwächelnde Konjunktur habe an den Einnahmen gezehrt, während die Ausgaben für Kriegseinsätze, den Arbeitsmarkt und den Kampf gegen die Bankenkrise gestiegen seien, teilte das US-Finanzministerium in Washington mit.

Das Defizit überstieg die Annahmen der Regierung, die im Juli von einem Minus von 389 Milliarden Dollar ausgegangen war. Der Berechnungszeitraum endete am 30. September.

Der Bericht des Finanzministeriums enthielt keine neue Prognose für das Steuerjahr 2009, nachdem die Regierung ein mehrere hundert Milliarden schweres Rettungsprogramm für die angeschlagene Finanzbranche beschlossen hatte.