Der in der Siemens-Schmiergeldaffäre unter Beschuss stehende Heinrich von Pierer scheidet aus dem Aufsichtsrat von ThyssenKrupp aus. Pierer habe dem Gremium mitgeteilt, dass er sein Mandat zum 15. November niederlegen werde, teilte der Konzern am Mittwoch in Düsseldorf mit. Der ehemalige Siemens-Vorstandschef und -Aufsichtsratschef gehörte dem ThyssenKrupp-Kontrollgremium seit Januar 2005 an. Zuvor hatte er bereits die Aufsichtsräte von Volkswagen und Deutsche Bank verlassen.

Der Konzern dankte ihm "für seine verdienstvolle Arbeit uns sein großes Engagement". Siemens hatte Pierer Pflichtverletzungen als Aufsichtsratschef angelastet. Der Siemens-Aufsichtsrat unter Gerhard Crommes Führung hatte von Pierer vorgeworfen, seiner Aufsichtspflicht in seiner Zeit als Vorstand nicht nachgekommen zu sein. Pierer hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Cromme ist auch Chef des Aufsichtsrats bei ThyssenKrupp.