Vicco von Bülow alias Loriot sieht kreatives Potenzial in der weltweiten Finanzkrise. Sie biete Stoff für einen komischen Film, sagte er der ZEIT.

"Komik entsteht immer nur aus dem Ernst. Wenn man einen Film konstruieren würde, in dem Herren ernsthaft über Bargeld reden und was zu tun sei, um weiter Milliardär zu sein, und schließlich als Rumpelstilzchen enden, könnte daraus ein Film mit bescheidener Komik entstehen", erklärte von Bülow, der am 12. November 85 Jahre alt wird.

Gerade die Bitterkeit, die der Krise innewohne, "reizt zur Komik, denn es sind ja nur ernste Leute, mit ernsten Zielen, für die das Geld das Einzige ist, was sie wirklich interessiert". Bei aller Komik – über die Spekulanten fällt von Bülow ein hartes Urteil: "Männer, die man zu wenig beobachtet hat. Es sind Verbrecher in eleganter Maske."

Dass er im Jahre 2006 seinen Abschied vom Fernsehen verkündet habe, sei ein richtiger Entschluss gewesen. Wenn heute ein Comedian wie Mario Barth 100.000 Menschen im Berliner Olympiastadion in Jubelstürme versetze, dann beruhe dies "auf dem nicht abreißenden Kontakt zum Publikum und der Waghalsigkeit, mühsam konstruierte Pointen durch Tempo und Rhythmus zu ersetzen". Der Erfolg komme "aus der Stimmung ... die Methode hat sich geändert".

Das vollständige Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe der ZEIT.