Das starke Geschlecht macht sich Gedanken. Denn Jungs haben ein Problem in der Schule. Männer eines mit dem Kinderkriegen. Zumindest sieht es in diversen Studien so aus. Und sie stellen sich die Frage: Was ist ein Mann eigentlich heute noch? Was wollen sie selbst von sich? Was verlangen die Frauen? Den starken Ernährer? Den zärtlichen Vater und engagierten Hausmann? Den Kämpfer? Den Jungen mit den Soft Skills. Alles auf einmal?

Machen wir es uns heute etwas einfacher. Das statistische Bundesamt hat immerhin ein paar Zahlen über Männer. Neben 11 Millionen ledigen Söhnen, die noch zu Hause wohnen, gibt es etwa 29 Millionen erwachsene Männer in Deutschland. Die Frauen sind mehr: knapp 35 Millionen. Noch immer sind zwei Drittel der erwachsenen Männer Ehemänner. Wobei die Verheirateten im Durchschnitt deutlich älter waren (fast 55 Jahre) als die, die mit ihren Partnern ohne öffentliches Zertifikat zusammenleben (etwa 40 Jahre). Ehepaare scheinen also weniger zu werden.

Die Zahlen über sich kümmernde Väter sehen so aus: Ein Viertel der Männer zieht bei sich zu Hause Kinder auf. Es sind gerade mal ein Prozent der Männer, die sich alleine um Kinder kümmern.

Und die Ernährer? Nur sechs von zehn Männern in Deutschland leben selbst von einem eigenen Einkommen im Beruf. 29 Prozent bestreiten inzwischen ihren Lebensunterhalt überwiegend von Renten oder Pensionen, 11 Prozent versorgen sich mit Einnahmen aus anderen Quellen wie Arbeitslosengeld, Sozialhilfeleistungen, Unterhalt von Angehörigen oder aus eigenem Vermögen. Das berichtete das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag zum Welttag des Mannes am kommenden Montag.