In weiteren Landesteilen stehen die Ergebnisse noch aus. Dazu gehören auch in der Vergangenheit eher republikanisch geprägte Staaten wie Nebraska und Montana. Bisher kann auch aus den bis zuletzt umkämpften Staaten wie North Carolina und Missouri kein eindeutiger Gewinner vermeldet werden.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso gratulierte Obama zu seinem Sieg. "Im Namen der Europäischen Kommission und in meinemeigenen Namen möchte ich Senator Obama zur Wahl zum 44. US-Präsidenten gratulieren", hieß es in einer Mitteilung. Es sei Zeit für Europa und die Vereinigten Staaten, wieder enger zusammenzurücken. Die derzeitige Krise sei auch eine Chance für eine neue Welt zum Wohl der Gesellschaft. Obamas einstige Kontrahentin auf dem Weg zur Präsidentschaft, die demokratische Senatorin Hillary Clinton, bezeichnete das Wahlergebnis als "historischen Sieg für die Menschen in Amerika".

Barack Obama kann während seiner kommenden Amtszeit auf einen stark mit Demokraten besetzten Senat bauen. Die Demokraten gewannen nach Angaben des US-Fernsehsenders CBS News vier zusätzliche Senatssitze in Virginia, North Carolina und New Hampshire. Im Repräsentantenhaus erhielten sie zunächst sechs zusätzliche Mandate. Laut CNN haben die Demokraten 56 Senatorensitze, die Republikaner 40. Zur Mehrheit genügen 51 Sitze.

Die Behörden sprachen von einer enorm hohe Wahlbeteiligung. Allein in Virginia soll diese bei 75 Prozent liegen, landesweit wird eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern erwartet. Bereits um 4 Uhr Ortszeit warteten erste Wähler im Bundesstaat Virginia zwei Stunden vor Öffnung der Wahllokale vor deren Türen, um eine Chance zu haben, die Stimme vor der Arbeit abzugeben. Und auch kurz nach Beginn der Abstimmung im Osten des Landes bildeten sich lange Schlangen, darunter auch in den hart umkämpften Bundesstaaten Pennsylvania, Ohio und Virginia.

In den USA wird der Präsident nicht direkt, sondern durch ein Wahlmännergremium gewählt, das sich aus Vertretern der einzelnen Bundesstaaten zusammensetzt. Diese stimmen traditionell entsprechend dem Ergebnis in ihren Staaten. Der Gewinner eines Bundesstaates erhält jeweils alle zu vergebenden Wahlmännerstimmen. Die Wahlmänner stimmen am 15. Dezember ab, der neue Präsident wird schließlich am 20. Januar ins Amt eingeführt.