910 Millionen Euro will Klatten für die Übernahme des Spezialchemiekonzerns zahlen. Die zum Klatten-Imperium gehörende Skion GmbH wolle 13 Euro je Altana-Aktie bieten, teilte das Unternehmen in Wesel mit. Zuletzt notierte die Aktie bei 9,39 Euro. Klatten besitzt bereits 50,1 Prozent der rund 140 Millionen Altana-Aktien. Die restlichen 49,9 Prozent der Aktien würden bei einem Preis von 13 Euro rund 910 Millionen Euro kosten.

Altana stellt sich derweil auf schwierige Zeiten ein. Aufgrund der starken weltweiten Eintrübung der Konjunktur hätten sich die
wirtschaftlichen Aussichten im Jahresverlauf 2008 deutlich verschlechtert, teilte Altana anlässlich der Zahlen zu den ersten neun Monaten mit. Der Umsatz 2008 werde deshalb nur noch auf dem Niveau des Vorjahres von 1,38 Milliarden Euro oder leicht darüber erwartet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll das untere Ende der bisher prognostizierten Spanne von 260 bis 280 Millionen Euro erreichen.

Die Übernahme durch Klattens Beteiligunungsgesellschaft Skion würde das Ende von Altanas Börsengeschichte bedeuten: "Wir streben abhängig von der erreichten Beteiligungshöhe ein Delisting von Altana an", sagte ein Sprecher von Skion. Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand seien nicht geplant. Die Offerte habe zudem keine Auswirkungen auf den Sitz, die Standorte und auf die Beschäftigung der Mitarbeiter bei Altana. In Skion hat die Quandt-Erbin Klatten ihre Mehrheitsbeteiligung von 50,1 Prozent an Altana gebündelt.