Ein technischer Defekt in der Toilettenkabine wird als Ursache für die Buskatastrophe mit 20 Toten bei Hannover immer wahrscheinlicher. Vieles spreche für diese Version, sagte Polizeisprecher Axel Borgfeld.

Das Feuer entstand durch einen Schwelbrand auf dem WC. Als eine Passagierin der 32-köpfigen Reisegruppe die Tür öffnete, breiteten sich die Flammen wie eine Feuerwalze aus. Zunächst war spekuliert worden, dass eine achtlos weggeworfene Zigarette das Feuer ausgelöst haben könnte. Doch diese hätte möglicherweise nicht diese Auswirkungen gehabt, sagte der Polizeisprecher.

Daneben schließen Polizei und Staatsanwaltschaft aber auch menschliches Versagen als Brandursache weiterhin nicht aus. Ein Gutachten der Brandexperten, die derzeit das Fahrzeugwrack untersuchen, wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft allerdings erst in zwei Wochen erwartet.

Auch drei Tage nach dem Unglück auf der A2, bei dem der Bus in Flammen aufging, schwebten drei der 13 Verletzten weiterhin in Lebensgefahr. Nach Angaben der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist der Zustand der Patienten kritisch, aber stabil. Die Menschen erlitten Verbrennungen vorwiegend an den Händen und im Gesicht. Sechs der acht Leichtverletzten konnten das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen.