Geplant sind nach Informationen der ZEIT unter anderem neue Regeln auf europäischer Ebene zur Begrenzung des Energieverbrauchs von Gebäuden sowie Mindeststandards für viele Elektrogeräte, darunter Waschmaschinen, Geschirrspüler, Kühlschränke und Fernsehgeräte.

Herkömmliche Glühbirnen will die Kommission schon "in den kommenden Monaten" durch den Erlass von Mindeststandards für Lampen aus dem Markt drängen, heißt es in einem Dokument, das offiziell am Donnerstag in Brüssel vorgestellt werden soll.

Ohne Verschärfung der Einsparpolitik wird die EU das Ziel verfehlen, ihren Energieverbrauch um 20 Prozent unter den für das Jahr 2020 prognostizierten Wert zu drücken, geht aus dem Kommissionspapier hervor. Das Ziel war im Frühjahr vergangenen Jahres unter deutscher EU-Präsidentschaft beschlossen worden.

Nach Lage der Dinge erreicht die EU aber nur eine Verbrauchsminderung von 12 statt von 20 Prozent. Weil die EU-Kommission das in ihrem neuen Papier feststellt, war irrtümlich zunächst gemeldet worden, sie distanziere sich von den ursprünglichen Energiesparzielen. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kommission fordert einen "neuen Impetus" für Energieeffizienz.

Zu dem von der Kommission angekündigten Maßnahmenkatalog gehören auch erweiterte Vorschriften zur Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Geräten und die Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung. Außerdem plant die Kommission ein "Ökosteuerpaket". Aus ihm soll auch hervorgehen, wie sich mit Hilfe der Mehrwertsteuer die Energieeffizienz steigern ließe. (vo.)