Nach CDU, FDP, Grünen und Linkspartei hatte sich am Donnerstagabend auch der SPD-Landesvorstand für eine neue Wählerentscheidung ausgesprochen. "Ich bin aus der Partei aufgefordert worden, zur Verfügung zu stehen, und ich werde am Samstag dem Parteirat einen Vorschlag dazu machen", sagte Andrea Ypsilanti nach der Sitzung.

Der nur noch geschäftsführende CDU-Ministerpräsident Roland Koch, der sich wieder zur Wahl stellen will, strebt als Termin den 18. Januar an. Die erforderliche Selbstauflösung des Landtags will die Union in der nächsten regulären Parlamentssitzung beantragen, die vom 18. bis 20. November dauert.

Der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle forderte den hessischen Landesverband in der Heilbronner Stimme auf, sich auf ein Bündnis mit der CDU festzulegen. Der Landesverband will sich seine Koalitionsmöglichkeiten eigentlich offen halten. Einer Umfrage zufolge hätten CDU und FDP eine Mehrheit, wenn bereits an diesem Sonntag gewählt würde.

Die ursprünglich am vergangenen Dienstag geplante Regierungsübernahme von Rot-Grün bei Tolerierung durch die Linke war an vier SPD-Abgeordneten gescheitert. Diese waren nicht zur Zusammenarbeit mit der Linkspartei bereit.