Auf einem Markt in Bagdads Stadtteil Al-Adhamija, auf dem sich morgens immer Tagelöhner versammeln, sprengte sich erst ein Selbstmordattentäter mit einer Autobombe in die Luft. Als Passanten zusammenströmten, um den Verletzten zu helfen, zündete ein zweiter Selbstmordattentäter einen Sprengstoffgürtel. Insgesamt starben nach Angaben aus dem Gesundheitsministerium 30 Menschen. 68 Menschen erlitten Verletzungen.

Erste Berichte, wonach sich auf dem Al-Kasra-Markt insgesamt drei Attentäter in die Luft gesprengt haben sollen, bewahrheiteten sich nicht.  Das junge Mädchen sprengte sich nach Angaben der Polizei an der Straßensperre einer lokalen Bürgerwehr in der Provinz Dijala in die Luft. Laut Augenzeugen riss sie im Zentrum der Provinzhauptstadt Dijala vier Kämpfer der Bürgerwehr und drei Zivilisten mit in den Tod. Acht weitere Menschen wurden verletzt.

In Dijala verüben besonders häufig weibliche Angehörige von Al-Qaida-Terroristen Selbstmordattentate, weshalb die US-Armee in der Provinz bereits Irakerinnen rekrutiert hat, die unter den Gewändern verdächtiger Frauen nach Bomben suchen sollen.