Nach Angaben der Vereinten Nationen und des kongolesischen Militärs fanden die Gefechte wenige Kilometer von einem Flüchtlingslager entfernt im Osten des Landes statt. Augenzeugen sprachen von Menschen, die panikartig die Region verließen und es damit den UN unmöglich machten, dringend benötigte Lebensmittel zu verteilen.

Die Treffen von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit den Staatschefs von Kongo und Ruanda blieb zunächst ohne Erfolg. Ein in der Region verschleppter Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kam dagegen frei. 

Ein Sprecher der UN-Soldaten sagte, offenbar werde nahe Kibati gekämpft, sieben Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Goma. Der kongolesische General Vainqueur Mayala sprach von einem Zusammenstoß seiner Streitkräfte mit Kämpfern des Rebellenführers Laurent Nkunda. Truppen der Regierung rückten in Richtung Kibatis aus. Berichte über Opfer lagen nicht vor. Nkunda hatte vor einigen Tagen einen einseitigen Waffenstillstand ausgerufen.

Nkunda begründet seinen Aufstand mit der Notwendigkeit, Tutsis im Osten des Kongo vor dem Hutu-Rebellen der FDLR aus dem benachbarten Ruanda zu schützen. Diese sollen in den Völkermord von 1994 verwickelt sein. In den vergangenen vier Jahren haben die Tutsi-Rebellen mehrere Offensiven eingeleitet. Sie verlangen Gespräche mit Kongos Präsidenten Joseph Kabila. Die Region ist zudem reich an Bodenschätzen. Mehrere Hunderttausende Menschen in der Region sind auf der Flucht.