BBC berichtete, die Rebellen hätten die Stadt Kiwanja im Ostkongo zurückerobert, die regierungstreuen Mai-Mai-Milizen erst am Vortag unter ihre Kontrolle gebracht hatten. Mitarbeiter von Hilfsorganisationen hätten Dutzende Leichen von jungen Männern gefunden, die als mutmaßliche Mai-Mai-Kämpfer getötet worden seien, hieß es. Nach Angaben eines Reuters-Reporters, der vor Ort war, gab es keine Hinweise, dass die Toten Soldaten gewesen seien. Einige trugen blaue Arbeitskleidung. Ein Sprecher der Uno-Friedenstruppe Monuc kündigte an, die Berichte zu untersuchen.

Der britische Rundfunksender

Mit einem Krisengipfel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi soll nun ein neuer Versuch einer politischen Lösung unternommen werden. An dem Gipfel nimmt auch Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon teil. In der Umgebung von Goma sind mittlerweile rund 200.000 Flüchtlinge in Lagern auf Hilfe von außen angewiesen; Hunderttausende sind Hilfsorganisationen zufolge von jeder Unterstützung abgeschnitten.

Überfälle auf Schulen

Die Kinderschutzorganisation Save the Children berichtete über einen massiven Anstieg der Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten, seit im Ostkongo wieder heftig gekämpft wird. Besonders besorgniserregend sei, dass in mindestens zwei Fällen gezielt Schulen überfallen worden seien, um eine möglichst große Zahl von Kindern in die Gewalt von bewaffneten Gruppen zu bringen, sagte eine Sprecherin der Organisation.

Der verschleppte Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist inzwischen wieder frei. Wie die Zeitung mitteilte, ist der langjährige Afrika-Korrespondent , der Belgier Thomas Scheen, in der Obhut der Uno-Friedenstruppen. Scheen war während der Berichterstattung aus dem Krisengebiet am Dienstag zwischen die Fronten geraten und gefangen genommen worden. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut.