Ein Sprecher der Bundesregierung verwies auf das von der Bundesregierung bereits beschlossene Konjunktur-Paket und die darin enthaltenen Hilfen für die Auto-Hersteller und Zulieferer. Die Situation der Autoindustrie sei ein Schwerpunkt des Konjunkturpakets, sagte er. Die Probleme der Auto-Hersteller und der Zulieferer würden sehr ernst genommen.

Zudem würden die EU-Staats- und Regierungschefs im Dezember voraussichtlich ein 40-Milliarden-Euro-Programm der Europäischen Investitionsbank beschließen. Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Norbert Röttgen (CDU), zeigte sich skeptisch zu den weitergehenden Opel-Forderungen.

Anreize für die Autobranche

Die deutsche Tochter des von der Pleite bedrohten amerikanischen Autokonzerns GM hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Brief gebeten, sich für das Kreditprogramm der Europäischen Investitionsbank von 40 Milliarden Euro einzusetzen. Zudem verlangte Opel zinsgünstige Kredite für Neuwagen-Käufer, eine Verschrottungsprämie für Altautos und eine pauschale Steuerbegünstigung für alle Neuwagen. Die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung - etwa die an den Schadstoffausstoß geknüpfte Kfz-Steuerbefreiung – reichten nicht aus, um die Nachfrage nach Neuwagen in Europa dauerhaft anzukurbeln.