Trotz der drohenden Rezession in Deutschland haben sich die Konjunkturerwartungen von Börsenexperten im November etwas aufgehellt. Das vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim ermittelte Stimmungsbarometer liegt bei minus 53,5 Punkten - im Vergleich zum Vormonat ein Plus von 9,5 Punkten.

"Von dem gemeinsamen Vorgehen der Regierungen und Zentralbanken scheinen die Experten eine Milderung des Konjunkturabschwungs zu erhoffen", teilte ZEW-Präsident Wolfgang Franz mit. In ihren früher geäußerten pessimistischen Erwartungen dürften sich die Experten durch die derzeitige und absehbare konjunkturelle Entwicklung aber bestätigt sehen.

Gespaltenes Bild für die Eurozone

Entsprechend deutlich schlechter beurteilen deshalb die befragten 287 Finanzanalysten die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland. Der entsprechende Indikator sank im November um 14,5 Punkte auf minus 50,4 Punkte.

Auch das Bild für die gesamte Eurozone bleibt ebenfalls gespalten. Auch hier legten die Konjunkturerwartungen im November nach dem Einbruch im Vormonat etwas zu, während die Konjunkturlage erneut schlechter beurteilt wurde. Der entsprechende Index für die Erwartungen kletterte im Vergleich zum Vormonat um 8,7 Punkte auf minus 54,0 Punkte. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum sank hingegen um 14,2 Punkte auf minus 58,9 Punkte.