Da ist der Theo, den kennt fast jeder, der ist Präsident des Fußballverbandes. Er ist eigentlich sehr beliebt. Er drückt kluge Sachen oft einfach aus. Auf der anderen Seite ist Jens. Jens ist Journalist. Früher hat er als Redakteur gearbeitet. Er war der Sport-Chef der Berliner Zeitung. Viele schätzen seine kritische Berichterstattung. Jetzt schreibt er ein Blog.

Seit dem Sommer zanken die Zwei: Jens hat gesagt, Theo sei ein Demagoge, weil er auf einer Veranstaltung, in der es auch um die TV-Vermarktung der Bundesliga ging, völlig durchgedreht sei. Das hat Jens in einem anderen Blog* geschrieben. Der Theo mochte das nicht.

Daraufhin schrieb Theos Anwalt Jens einen Brief. Darin stand, dass Theo kein Demagoge sei und Jens ihn nicht so nennen dürfe. Denn Demagoge heiße laut Theos Duden Volksverhetzer und das erinnere ihn an Adolf. Jens wollte Theo nicht mit Adolf vergleichen und schrieb das auch in seinem Blog. Aber entschuldigen wollte er sich nicht. Der Streit ging vor Gericht.

Das Landgericht Berlin und das Kammergericht Berlin sagten, Jens habe Recht. Er dürfe zu Theo Demagoge sagen, weil es seine begründete Meinung sei. Der Theo fand das nicht gut. Also sollte es einen neuen Gerichtstermin in Koblenz geben. Dort war Theo früher Richter.

Danach war ein paar Tage Ruhe. Theo gab zum Demagogen-Streit ein Interview und fuhr nach Gießen. Dort diskutierte er über die TV-Vermarktung der Bundesliga. Doch ihm gefielen einige Fragen nicht. Er sagte, sie seien demagogisch. Ein anderer Blogger bezeichnete ihn danach als "SchießDudenfigur". Theo fand das wahrscheinlich nicht gut.