Den Unternehmer Karl Flick plagten in den letzten Jahren seines Lebens Sorgen um seine Sicherheit und die seiner Familie. Der Milliardär hatte allen Grund dazu: 1991 wurde der Bruder seiner Frau entführt. Die Entführer verlangten fünf Millionen Euro Lösegeld. Zur Übergabe kam es nicht, die Polizei konnte die Täter ausfindig machen und den Schwager befreien. Die Entführung ging glimpflich aus.

Bei Flick hat sie dennoch tiefe Spuren hinterlassen. Fortan überließ er nichts dem Zufall. Seine Villa am Wörthersee glich einer Festung, und seine Kinder wurden von Leibwächtern zur Schule gebracht. Zu sehr fürchtete er, seine Liebsten könnten ein weiteres Mal entführt werden.

Mehr als 15 Jahre später stehen die Kinder des einstigen Milliardärs erneut unter Personenschutz. Denn zwei Jahre nach seinem Tod wurde Flick selbst Opfer einer Entführung. Zu einem Zeitpunkt, da er sich dagegen nicht mehr schützen kann. So wie ihm ging es zuvor schon Pharaonen im alten Ägypten, aber auch Persönlichkeiten wie Charlie Chaplin und dem langjährigen sogenannten König der Mailänder Finanz, Enrico Cuccia.

In letzteren beiden Fällen wurden die gestohlenen Särge gefunden. Der von Chaplin vergraben in einem Acker in der Schweiz, und jener von Cuccia wenige Tage nach der Leichenfledderei im April 2001 in einer verlassenen Sennhütte in der Nähe von Turin. In beiden Fällen hatten die Diebe Lösegeld gefordert.

Auch wenn Millionäre und Milliardäre häufiger zu ihren Lebzeiten als nach dem Tod entführt werden, stellt sich die Frage, wie man der Leichenfledderei entgehen und einer sicheren letzten Ruhestätte gewiss sein kann.

Daniel Eickhoff glaubt zu wissen, wie das geht. Eickhoff ist Trauerberater bei Bestattungen Burger, einem bundesweit tätigen Unternehmen, das sich auf exklusive Bestattungsformen spezialisiert hat. Eickhoff sitzt im bayerischen Fürth. Er sagt: "Am sichersten ist die Bestattung im Weltraum. Wenn die gesamte Asche eines Menschen dort bestattet werden soll, kostet das 500.000 Euro."