Wie die New York Times berichtete, hat der frühere US-Präsident Bill Clinton den Weg freigemacht, damit seine Frau Hillary Außenministerin werden kann: Er habe der Offenlegung der Namen von mehr als 200.000 Spendern für seine Stiftung zugestimmt, um so einen Interessenskonflikt mit dem späteren Amt seiner Frau zu vermeiden. Dies sei eine von neun Bedingungen gewesen, die Hillary Clinton bei ihren Verhandlungen mit dem Übergangsteam von Obama über den Posten auferlegt worden seien. Dem Bericht zufolge ist Bill Clinton auch bereit, seine Einnahmen aus Reden und Büchern dem Außenministerium und dem Präsidialamt vorzulegen.

Clinton und Obama hatten sich einen erbitterten Vorwahlkampf geliefert. Die Senatorin aus New York hatte darin einen härteren Kurs als Obama in der Außenpolitik vertreten. Obama tritt am 20. Januar die Nachfolge von Präsident George W. Bush an.

Eine weitere entscheidende Personalie ist die des Verteidigungsminister. Amerikanische Medien haben bereits gemeldet, der amtierende Verteidigungsminister Robert Gates könne ein weiteres Jahr im Amt bleiben. Der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber Jim Jones werde Nationaler Sicherheitsberater, hieß es. Damit wäre die Besetzung von Schlüsselpositionen im Kabinett Obama komplett.

Obama hatte in seinem Wahlkampf angekündigt, die US-Truppen binnen 16 Monaten aus dem Irak abzuziehen. Der Zeitung zufolge haben Gates, Generalstabschef Michael Mullen und der US-Kommandeur für den Nahen und Mittleren Osten, General David Petraeus, "keine Probleme" mit diesem Plan.
Obama will den Krieg in Afghanistan in den Mittelpunkt rücken und für Truppenverstärkungen dort sorgen. Petraeus hatte im Oktober eine Überprüfung der gesamten amerikanischen Militärstrategie in Afghanistan, im Irak wie auch in Pakistan, im Iran sowie in Zentralasien und im Nahen Osten angeordnet.

Obama hatte vorige Woche bereits wichtige Personalentscheidungen getroffen. So soll der Chef der Notenbank von New York, Timothy Geithner, Finanzminister werden. Das Gesundheitsressort geht an den ehemaligen Senator Tom Daschle. An die Spitze des Ministerium für Heimatschutz soll die Gouverneurin von Arizona, Janet Napolitano, rücken.