Durch die Rückzahlung ersparen sich die Konzerne ein langes Verfahren beim Kartellamt, das wegen des Verdachts überhöhter Gaspreise gegen den Energiekonzern RWE und weitere Versorger ermittelt hatte. 29 Versorger würden ihre Kunden um insgesamt 127 Millionen Euro entlasten, teilte die Behörde am Montag mit.

Dabei handele es sich um Gutschriften für die Kunden, Gaspreissenkungen oder die Verschiebung von Preiserhöhungen. In der Summe seien die 55 Millionen Euro enthalten, die der Energiekonzern E.on bereits Anfang Oktober angekündigt hatte. Ein RWE-Sprecher sagte, es gebe eine Verständigung mit dem Kartellamt. Details nannten zunächst weder der Konzern noch das Kartellamt.

Wegen des Verdachts überhöhter Gaspreise hatte das Bundeskartellamt Anfang März Verfahren gegen 33 Gasversorger eingeleitet. Diese beliefern nach Aussage von Bundeskartellamts-Präsident Bernhard Heitzer etwa 35 Prozent der Gaskleinkunden. 29 Verfahren würden gegen die Zusagen, die eine ganz erhebliche Entlastung der Verbraucher bedeuteten, eingestellt. In zwei Fällen waren die Ermittlungen eingestellt worden, da sich der Missbrauchsverdacht nicht erhärtet hatte, in zwei verbleibenden Fällen wurden die Verfahren noch nicht abgeschlossen.

RWE Vertriebspartner RWE Energy begrüßte die Einstellung des Verfahrens. Insgesamt entfallen auf die vier RWE-Beteiligungsgesellschaften einem Sprecher zufolge 17 Millionen Euro. Diese wolle man im Zuge einer zum Jahreswechsel geplanten Gaspreissenkung an die insgesamt 600.000 Kunden zurückzahlen. Dieser Betrage mache jedoch nur rund ein Fünftel der geplanten Senkung aus, die insgesamt zwischen fünf und sieben Prozent liege, sagte der Sprecher. Hauptgrund für die Verringerung seien sinkende Beschaffungspreise.