Mit Milliarden werfen Regierungen von Washington bis Peking zurzeit nur so um sich. Vom Weißen Haus bis in die Pekinger KP-Zentrale hat man Keynes wieder ausgegraben und beeilt sich, Not leidenden Unternehmen und Branchen und den armen Steuerzahlern unter die Arme zu greifen, damit sie nicht allesamt in der großen Depression versinken. Alle Regierungen und Politiker? Nein. Angela Merkel, Peer Steinbrück und andere Unentwegte halten ihre Fahne hoch und stellen sich den Staatsinterventionisten heldenhaft entgegen.

Wir sollten sie nicht allein lassen. ZEIT ONLINE präsentiert deshalb ab sofort jeden Tag die schönsten, die klügsten und vorausschauendsten Worte gegen das große Geldausgeben. Diskutieren Sie mit, stimmen Sie ab, küren Sie das Argument des Tages.

Platz 1: Peter Struck, SPD-Fraktionschef © John Thys/AFP/Getty Images

Platz 3. Jürgen Stark, Chefökonom der Europäischen Zentralbank (EZB):

"Die privaten Haushalte könnten sich eher noch restriktiver verhalten, weil sie befürchten, dass niedrigere Steuern heute zu höheren Steuern morgen führen."

Willkommen im Elfenbeinturm der Wirtschaftswissenschaften! Oder kennen Sie jemanden, der heute darauf verzichtet, sich eine Waschmaschine zu kaufen, weil er davon ausgeht, dass in drei Jahren vielleicht die Steuern steigen?

Platz 2: Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA):

"Wir sind gut gerüstet für den Abschwung."

... weil wir uns die Lage schön rechnen, sollte er da noch anfügen. Denn die BA geht immer noch von einem Nullwachstum der Wirtschaft im kommenden Jahr aus. So optimistisch ist neben der obersten Arbeitsbehörde sonst nur noch die Regierung.

Platz 1: Peter Struck, SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag:

"Immer neue Versprechen werden uns nicht helfen."

Ach, wie war das schön unter Rot-Grün! Damals, im Abschwung der Jahre 2001 ff., verzichtete die Regierung Schröder auf unsinnige Konjunkturprogramme und sparte lieber weiter. Am Ende war die Staatsverschuldung höher und das Wachstum trotzdem schlecht. Herrlich!