Mit Milliarden werfen Regierungen von Washington bis Peking zurzeit nur so um sich. Vom Weißen Haus bis in die Pekinger KP-Zentrale hat man Keynes wieder ausgegraben und beeilt sich, Not leidenden Unternehmen und Branchen und den armen Steuerzahlern unter die Arme zu greifen, damit sie nicht allesamt in der großen Depression versinken. Alle Regierungen und Politiker? Nein. Angela Merkel, Peer Steinbrück und andere Unentwegte halten ihre Fahne hoch und stellen sich den Staatsinterventionisten heldenhaft entgegen.

Wir sollten sie nicht allein lassen. ZEIT ONLINE präsentiert deshalb ab sofort jeden Tag die schönsten, die klügsten und vorausschauendsten Worte gegen das große Geldausgeben. Diskutieren Sie mit, stimmen Sie ab, küren Sie das Argument des Tages.

Platz 3: Ole von Beust: Erster Bürgermeister von Hamburg:

"Das Ziel eines ausgeglichenen Bundeshaushalts darf nicht über Nacht aufgegeben werden."

Was heißt denn über Nacht? Guten Morgen, Herr von Beust, seit Wochen schon redet die Welt von Konjunkturprogrammen – und davon, dass man sehr wohl kurzfristig Geld ausgeben kann und dennoch langfristig sparen.

Platz 2: Thomas Oppermann, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion

"Es wird keine Schnellschüsse geben, nicht aus der Hüfte und auch nicht aus anderen Positionen."

Lieber Thomas Oppermann: Seit Jesse James und Wyatt Earp wissen wir, ein Revolverheld liegt am Ende im staubigen Sand. Soll es etwa ihren
Parteifreund Peer Steinbrück treffen?

Brauchen wir einen großen Geldsegen für Unternehmen und Verbraucher? © Sean Gallup/Getty Images

Platz 1: Hubertus Heil, SPD-Generalsekretär

"Die Trittbrettfahrer werden nicht Recht bekommen"

Am Besten lassen wir gar keine Züge mehr fahren. Dann haben wir endlich Ruhe.

Welches Argument finden Sie am originellsten? Stimmen Sie ab!