Die Kommission ebenso wie EU-Präsident Prodi begrüßten den Bericht, der "gerade zur rechten Zeit" komme. Schließlich erinnerten die derzeitigen Ereignisse in Madrid alle daran, wie dringlich und wichtig es sei, gegen Terror technisch besser präpariert zu sein. Prodi: "Es gibt keine Sicherheit ohne Technologie." Noch 2004 geht das vorbereitende EU-Sicherheitsforschungsprogramm PASR an den Start, ausgestattet mit insgesamt 45 Millionen Euro. Es läuft bis 2006.

2005:
Im April 2005 ging der Beraterzirkel der GoP offiziell in im 45-köpfigen ESRAB auf. Sowohl Forschung als auch Industrie waren vertreten.

Für Deutschland saßen in ESRAB:
- Klaus Thoma (Sprecher des Fraunhofer Verbundes Verteidigungs- und Sicherheitsforschung und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut)
- Markus Hellenthal (EADS)
- Heinz Hoch (Leiter Entwicklung der Diehl BGT Defence)
- Stephan Lechner (Leiter des Fachzentrums Sicherheit der Siemens)
- Dr. Markus Hellenthal (EADS, Bereich Homeland Security)
- Jürgen Stock (Vizepräsident des Bundeskriminalamts)

Die europäische Begeisterung für Sicherheitsforschung färbt derweil auf Deutschland ab: Bereits im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vom 11.11. 2005 wird die Sicherheitsforschung als förderungsfähig genannt, im Forschungsressort beginnen Überlegungen, die bislang in der Sicherheitsforschung noch allzu unkoordinierte deutsche Wissenschaftsszene neu zu strukturieren.

Auch in Deutschland trafen sich zur Vorbereitung des Sicherheitsforschungsprogramms (in öffentlichen Unterlagen nicht näher benannte) Experten, um "künftige Sicherheitslösungen zu identifizieren" und "prioritäre Sicherheitsszenarien zu entwickeln." Wie auch bei der GoP-Gruppe gibt es nur wenige Informationen zu den Treffen und keine Pressemitteilung, in der informiert wird, wer da über die zukünftige Sicherheitslage im Land beraten hat. Von April bis Juni 2006 führte das BMBF jedenfalls in drei Expertenworkshops ca. 250 Expertinnen und Experten zusammen", heißt es knapp in der Programmbroschüre des BMBF.

2006:
Erstmals richtete die Fraunhofer Gesellschaft, die das deutsche Forschungsprogramm stark geprägt hat, in Karlsruhe die Tagung "Future Security" aus, auf der Bundesforschungsministerin Annette Schavan vor einem interessierten Fachpublikum die Pläne zum Start des deutschen Sicherheitsforschungsprogramms bekannt gab: