"Die Anschläge in Madrid und New York haben die Welt mit der Bedrohung durch Terrorismus konfrontiert und deutlich gemacht, dass der technische Fortschritt und die global vernetzte Welt neben Wohlstands- und Freiheitsgewinnen auch neue Risiken mit sich bringt. Wir müssen neue Wege suchen, um unsere Freiheit und Rechtsstaatlichkeit und dem damit verbundenen freiheitlichen Lebensstil zu sichern", erklärte die Ministerin. Das Potenzial von Wissenschaft und Forschung für die Sicherheit der Bevölkerung sei in Deutschland bislang nicht ausgeschöpft worden, das solle sich nun ändern. In Abstimmung mit ihrem Kollegen, Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, habe sie die Federführung der nationalen Strategie zur Sicherheitsforschung übernommen.

2007:
Mit dem Beginn der deutschen EU-Ratspräsidentschaft starten im Januar gleichzeitig das deutsche und das europäische Sicherheitsforschungsprogramm (Im EU-Sicherheitsprogramm werden insgesamt 1,4 Milliarden Euro ausgegeben.). Ihre Leitlinien ähneln sich. Drei Monate später fand in Berlin die "Europäische Sicherheitsforschungskonferenz SRC 07" statt, auf der es eigentlich um die Vorstellung der Sicherheitsprojekte ging, die im Rahmen des FP7 der EU gefördert werden. Deutsche Politiker und einige Wissenschaftler nutzen das Forum, um für ihr nationales Programm zu werben.

Am 26. März 2007 gibt das BMBF dann seine Erste von mehreren Ausschreibungen heraus. Gefördert werden sollen neuartige "Detektionsverfahren für CBRNE-Gefahren" - die Abkürzung steht gleich für mehrere Bedrohungen: chemische, biologische, nukleare und explosive Gefahrstoffe. Außerdem sucht das BMBF Lösungen für den Schutz von Verkehrsinfrastrukturen, den Schutz und die Rettung von Menschen.

Das deutsche Sicherheitsforschungsprogramm läuft bis 2010. Über eine Verlängerung wird bereits diskutiert.