Salzgitter und Beiersdorf kommen in den Dax. Der Stahlkonzern und der Kosmetikhersteller werden ab dem 22. Dezember die Plätze des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE) und des Autozulieferers Continental einnehmen, teilte die Deutsche Börse mit.

Die Marktkapitalisierung von Continental und HRE war zuletzt drastisch gefallen. Beide ruschten nun ab in den MDax, in dem rund 50 mittelgroße Unternehmen vertreten sind. Dort muss AMB Generali wegen eines zu geringen Streubesitzes den Platz für die bislang im SDax gelisteten Aktien von Gerresheimer räumen.

Continental muss den Dax verlassen, weil die fränkische Schaeffler-Gruppe mittlerweile mehr als 90 Prozent an dem Unternehmen hält. Erst vor kurzem hatte die Deutsche Börse mitgeteilt, dass künftig zehn Prozent der Aktien von Dax-Unternehmen frei handelbar sein müssen. Ein Ausscheiden von Continental aus dem Leitindex war daraufhin erwartet worden.

Die durch den Aufstieg des Verpackungsherstellers Gerresheimer frei gewordene Stelle im SDax wird mit der Salzgitter-Tochter Klöckner-Werke aufgefüllt. Zudem fallen IKB und HCI Capital aus dem Kleinstwerteindex; dafür kommen die Aktien des Fernseherherstellers Loewe und die des Internet-Reifenhändlers Delticom in den SDax. Den TecDax verlassen Epcos und Versatel.

Beiden Werten wurde ebenfalls die Mindestanforderung an den Streubesitz zum Verhängnis, wie die Börse mitteilte. Dafür werden die Aktien des Funkchip-Spezialisten Smartrac und die des Technologiekonzerns Jenoptik in den Index aufgenommen.