Um qualifizierte Mitarbeiter zu bekommen und zu halten, müssen multinationale Unternehmen attraktive Gehälter und Sachbezüge bieten. Sie konkurrieren untereinander um junge Absolventen aus dem höheren Bildungssektor. Deren Mobilität und Ansprüche sind zusammen mit der Globalisierung der Unternehmen gewachsen.

1950 waren 80 Prozent dieser Absolventen Nordamerikaner und Europäer. 1960 erfasste die Statistik weltweit 13 Millionen Studierende. Im Jahr 2000 waren es 115 Millionen Studierende, und für das Jahr 2025 wird eine Zahl von 160 Millionen erwartet. 2008 waren 50 Prozent der Absolventen Asiaten. Der Arbeitsmarkt für Hochqualifizierte ist stark globalisiert. Um gutes Personal zu bekommen, müssen die Unternehmen gute Konditionen bieten.

Vor einiger Zeit hatten multinationale Konzerne praktisch ein Einstellungsmonopol unter den großen Unternehmen. Jetzt konkurrieren sie auf lokalen Arbeitsmärkten mit anderen Firmen um Bewerber und müssen sich das Personal mit diesen teilen. Das gilt insbesondere, wenn die Arbeiter – etwa jene, die aus den aufstrebenden neuen Märkten kommen – nur über geringe Qualifikationen verfügen, oder wenn lokale Firmen versuchen, besser ausgebildete Mitarbeiter einzustellen, und diese den Multis abwerben.

Personalkosten sind für einige Unternehmen zu einem Hauptanliegen geworden, sogar in Billiglohnländern. Dies führt zu Standortverlagerungen. So gehen beispielsweise Industriebetriebe von China nach Vietnam, und Dienstleister ziehen von Indien auf die Philippinen.