Die Partei verzeichne nach bereinigten Zahlen einen Zuwachs von rund 800 Mitgliedern in diesem Jahr, sagte Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke am Mittwoch. Damit belaufe sich die Gesamtzahl auf 45.124 Mitglieder. Das sei der höchste Stand seit 2001.

Die Grünen sind dennoch mit Abstand die kleinste der im Bundestag vertretenen Parteien. Die CDU hat rund 530.500 Mitglieder, die SPD rund 525.600. Die sozialdemokratische Mitgliedschaft hat sich somit in den vergangenen drei Jahrzehnten quasi halbiert. In ihrem Rekordjahr 1976 hatte die SPD 1,02 Millionen Mitglieder. Die CSU hat derzeit 165.000 Mitglieder, die Linke 74.000 und die FDP 66.000.

Die meisten Mitglieder hatten die Grünen im Wahljahr 1998: knapp über 50.000. Die Bundesgeschäftsführerin Lemke sagte, sie hoffe im Wahljahr 2009 auf einen sprunghaften Anstieg. "Mein Ziel ist die Marke von 47.000 Mitgliedern", sagte Lemke.

Gründe für die Eintritte im laufenden Jahr sieht sie vor allem in der Diskussion über das Klima und den vielfältigen Möglichkeiten, in der Partei mitzuarbeiten. Der Klimawandel interessiere viele Menschen.

Die Grünen seien weiterhin die Partei mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt, sagte Lemke. Er liege bei 46,5 Jahren. Die neuen Mitglieder seien im Durchschnitt 38,6 Jahre alt.