Herr Pantelic, sind Sie erkältet?

Marko Pantelic: Ach, das geht schon. Ich war ziemlich krank im Spiel gegen Karlsruhe, aber ich habe mich durchgekämpft. Mittlerweile ist es schon besser.

Werden Sie im Uefa-Cup-Spiel gegen Olympiakos Piräus spielen?

Pantelic: Ich werde alles geben, was ich habe. So wie immer.

Sie haben eine kurze Weile in Griechenland gespielt und kennen die Art von Fußball, die dort gespielt wird. Was erwartet Hertha BSC in Piräus?

Pantelic: Auf jeden Fall liegt Feuer in der Luft. Es geht hitzig zu in Griechenland. Aber wir haben keine Angst. Die werden Angst vor uns haben, wenn wir es schaffen, den Rhythmus des Spiels zu diktieren. Wir müssen dominant auftreten und am besten früh in Führung gehen, dann bekommen die einen fürchterlichen Druck. Ich kann unseren Fans jetzt schon versprechen: Es wird spektakulär.

In der letzten Zeit wirkte es so, als seien Sie und die Fans sich sehr nahe gekommen. Sie wurden selbst dann frenetisch gefeiert, wenn Sie auf der Auswechselbank saßen. Nach dem Spiel am Samstag wurden Sie abermals mit Sprechchören bedacht. Es sah fast so aus, als hätten Sie Tränen in den Augen gehabt. Waren das Tränen des Abschieds?

Pantelic: Für die Antwort auf diese Frage möchte ich ein bisschen weiter zurückgehen. Als ich im September 2005 zu Hertha gekommen bin, hatte ich gleich ein gutes Gefühl. Und dann ging es ja auch stetig aufwärts, Schritt für Schritt. Mein erstes Spiel gegen Wolfsburg, mein erstes Tor, mein erstes Jahr. Es hat ungefähr acht Monate gedauert, dann haben die Menschen hier gemerkt, dass ich alles für diesen Verein gebe. Sie haben mich zuerst ein bisschen unterstützt, dann etwas mehr und schließlich haben sie mich, als einen der ihren akzeptiert. Und das mit Liebe. Ich möchte das betonen: Sie haben mich in ihr Herz geschlossen. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und deshalb bedeutet mir das sehr viel.

Und die Tränen am Samstag?