Das Konsumklima werde im Januar konstant bleiben, prognostizierten die Marktforscher der Nürnberger GfK am Montag nach einer Umfrage unter 2000 Deutschen. Das GfK-Barometer bleibe mit 2,1 Punkten unverändert. Im November und Dezember war es jeweils leicht gestiegen.

Gestützt wurde das Konsumklima vor allem von der sinkenden Inflation und einer höheren Anschaffungsneigung. Zwar machten sich die Befragten mehr Sorgen um ihren Arbeitsplatz und gingen von sinkenden Einkommen aus, schrieben die Experten. Stark gefallene Benzin- und Heizölpreise schonten jedoch das Haushaltsbudget. Dies könne für eine bessere Stimmung bei den Verbrauchern sorgen.

Zudem trage eine tendenziell rückläufige Sparneigung zu einem besseren Konsumklima bei. "Allerdings führen Produktionseinbrüche, Kurzarbeit sowie Meldungen über drohende Entlassungen dazu, dass sich mehr und mehr Konsumenten auch persönlich von der Krise betroffen fühlen", hieß es.

Die Konjunkturaussichten schätzen die Verbraucher erneut schlechter ein. Das entsprechende Barometer sank im Dezember auf minus 32,4 Zähler, das sind 2,3 Punkte weniger als im November. Derzeit gebe es kaum Anlass, diesen Pessimismus aufzugeben, schrieb die GfK.

Experten erwarten 2009 einen kräftigen Konjunktureinbruch. Das Wirtschaftsministerium hält im schlimmsten Fall sogar ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um drei Prozent für möglich. Im bisher schwächsten Jahr 1975 ging das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent zurück.

Dennoch hält die GfK für das kommende Jahr einen Anstieg des privaten Verbrauchs von 0,5 Prozent weiter für möglich. Die Kaufkraft werde von der sinkenden Inflation und den zuletzt guten Tarifabschlüsse gestützt. Allerdings hänge die Entwicklung des Konsumklimas maßgeblich davon ab, wie scharf die Rezession ausfalle.