Zum zweiten Mal binnen sieben Wochen schraubte der weltgrößte Autobauer seine Jahresprognose wegen weltweit sinkender Absatzzahlen kräftig zurück. Toyota stehe vor einer beispiellosen Notlage, teilte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss in Tokyo mit.

Operativ sei nun für das Jahr bis Ende März mit einem Minus von 150 Milliarden Yen zu rechnen. Der Überschuss werde mit 50 Milliarden Yen 500 Milliarden Yen geringer ausfallen als zuvor erwartet. Grund sei der ungebrochene weltweite Absatzeinbruch und die Stärke des Yen.

Toyota erwartet nun für 2008/2009 nur noch einen weltweiten Absatz von 7,54 Millionen Fahrzeugen. Zuvor war von 8,24 Millionen Fahrzeugen ausgegangen worden. In Nordamerika werde der Absatz auf 2,17 Millionen Einheiten nach zuvor erwarteten 2,42 Millionen Einheiten zurückgehen.

Die Schwäche des Autokonzern spiegelt die gesamte japanische Wirtschaft: Die Exporte brachen ein wie noch nie. Wegen der Rezession in den USA und schwächerer Nachfrage aus Asien gingen die Ausfuhren im November im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel zurück, wie das Finanzministerium am Montag mitteilte. Obwohl sich die Importe um mehr als 14 Prozent verringerten, führte der massive Einbruch beim Export um 26,7 Prozent im zweiten Monat in Folge zu einem Handelsdefizit von umgerechnet 1,8 Milliarden Euro.

Japan befindet sich ebenso wie die USA bereits in einer Rezession. Dem exportorientierten Fernoststaat machen vor allem ein stärkerer Yen und eine schwächere Nachfrage weltweit zu schaffen. Die Ausfuhren in die USA gingen um mehr als ein Drittel zurück. Maßgeblichen Anteil daran hatte die sinkende Nachfrage nach Autos "Made in Japan".