VfL Wolfsburg – SC Heerenveen 5:1

Mit einer Gala-Vorstellung hat der VfL Wolfsburg eine vielversprechende Premiere in der Gruppenphase gefeiert und Hoffnungen auf die nächste Runde genährt. Nach einem Rückstand durch Myka Väyrynen (31. Minute) wendeten die "Wölfe" in beeindruckender Manier das Blatt und triumphierten über den SC Heerenveen. Für Jubelgesänge unter den 15.615 Zuschauern sorgten Edin Dzeko mit zwei Treffern (34./60.), Grafite (39.), Zvjezdan Misimovic (53.) und Jacek Krzynówek (71.). Die erste gute Nachricht erreichte die Wolfsburger bereits vor dem Match: Spielmacher Misimovic stand in der Startformation, nachdem er sechs Tage zuvor wegen einer Muskelverhärtung hatte ausgewechselt werden müssen. Dem Marcelinho-Nachfolger war von seiner Blessur nichts mehr anzumerken, er führte einmal mehr das Rudel an.

Beide Mannschaften boten den Besuchern eine nicht nur ob der Tore abwechslungsreiche erste Hälfte. Die Heerenveener, die ihr Auftaktspiel daheim 1:3 gegen den AC Mailand verloren hatten, erwischten den besseren Beginn: Finnlands Nationalspieler Väyrynen, der auch beim WM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland (3:3) getroffen hatte, ließ Manndecker Alexander Madlung schlecht aussehen und brachte die Holländer in Führung. Binnen fünf Minuten machten die "Wölfe" aber fette Beute: Dzeko wuchtete einen Kopfball nach einer Ecke über die Linie, Grafite verwandelte eine Hereingabe von Ashkan Dejagah.

Munter ging es auch nach der Pause weiter – und wieder mit der ersten Chance für Heerenveen. Einen Fehler von Benaglio konnte Paulo Henrique nicht nutzen (47.). Dafür nutzte Mismiovic die Unachtsamkeiten der Gäste. Wie schon beim zweiten VfL-Tor leistete erneut Dejagah die Vorarbeit. Nachdem dann auch noch Dzeko seinen zweiten Treffer erzielt hatte, schonte Magath seinen Spielmacher Misimovic für die Partie am Samstag in Cottbus.

Danach sorgte Krzynowek für den Schlusspunkt. Mit dem haushohen Favoriten AC Mailand könnten die Niedersachsen schon am 27. November bei Sporting Braga den Einzug in die K.o.-Phase klarmachen.