Chalid Scheich Mohammed soll der dritte Mann der al-Qaida gewesen sein © Janet Hamlin-Pool/Getty Images

Walid bin Attasch soll die Todespiloten unterstützt haben. Er hatte angeblich direkten Kontakt zu Atta und seinen Mitstreitern und kannte die Anschlagspläne. Amerikanische Geheimdienste werfen ihn zudem vor, den Anschlag auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" im Oktober 2000 im Jemen geplant zu haben. Auch an den Angriffen auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im August 1998 sei er beteiligt gewesen. Zeitweise soll er Leibwächter von Bin Laden gewesen sein.

Direkten Kontakt zu Bin Laden hatte auch Abu Subaida. Der Palästinenser soll "Militärchef" von al-Qaida gewesen sein. Amerikanische und pakistanische Fahnder nahmen ihn im März 2002 in Pakistan fest. Abu Subaida unterhielt Kontakte zu jordanischen und palästinensischen Terror-Gruppen und baute das Terror-Netzwerk in diesen Regionen aus. Der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA räumte ein, dass der heute 37-Jährige in Verhören mehrfach dem so genannten "Waterboarding" ausgesetzt wurde. Dabei taten die CIA-Agenten so, als wollten sie den Palästinenser ertränken, wenn er seine Taten nicht zugebe. Wegen dieser und weiterer menschenrechtsverletzender Verhörmethoden steht die frühere Bush-Regierung seit Langem in der Kritik.

Hambali wird von den Ermittlern vorgeworfen, Südostasien-Chef der al-Qaida und Operationschef der radikal-islamischen Gruppe Jemaah Islamiyah gewesen zu sein. Als Drahtzieher könnte er an den Bombenanschlägen auf Bali 2002 und auf ein Luxushotel in Jakarta 2003 schuldig sein. Der heute 44-jährige Indonesier, der auch Encep Nurhaman oder Riduan bin Isamabudian genannt wird, wurde im August 2003 in Thailand festgenommen.

Aus Guantánamo entlassen wurden bislang unter anderem der Australier David Hicks, der sogenannte "Bremer Taliban" Murat Kurnatz und Salim Ahmed Hamdan, früherer Fahrer von Bin Laden. Die drei Männer leben in Australien, Deutschland und dem Jemen mittlerweile wieder in Freiheit.

Weitere 50 bis 60 Guantánamo-Gefangene könnten demnächst freikommen, wenn die US-Regierung Länder findet, die bereit sind die Männer aufzunehmen. Amnesty International hat die Staaten der Europäischen Union aufgefordert, diesen Häftlingen Zuflucht zu gewähren, da ihnen in ihren Heimatländern Syrien, China, Libyen, Usbekistan oder Tunesien eine erneute Inhaftierung mit Folter droht.