Lange funktionierte das Geschäftsmodell blendend. Gegen Gebühr liehen sich Airlines, die mit dem Kauf zögerten, beispielsweise von ILFC eine Flotte. Seit die Finanzinstitute jedoch vor einer allzu laxen Kreditvergabe zurückschrecken, trudeln die Verleiher und damit  vor allem deren Muttergesellschaften. Bereits im vergangenen Jahr mehrten sich die Abbestellungen.

Dieser Teufelskreis ist für Analysten allerdings noch lange kein Grund für eine Staatsintervention: "Die Industrie muss allein durch diese Krise kommen", sagt Winfried Becker von Oppenheim Research. Er fürchtet, dass Staatssekretär Hintze mit seinem Vorpreschen ein Fass ohne Boden füllen will: "Je mehr die Regierung dieser Branche nun unter die Arme greift, desto schwieriger wird es, bei anderen nein zu sagen." 

Auch der Analyst aus Süddeutschland findet wenig Verständnis für das Verhalten der Bundesregierung. "Beim EADS-Börsengang wurde uns versprochen, dass sich der Staat aus dem Unternehmen in Zukunft heraushält. Davon ist wenig zu spüren."  Das französische Angebot sei ein klares politisches Statement gewesen, die Bundesregierung habe deshalb nachgezogen, so seine Einschätzung. Und Hintze konnte für einen Tag aus dem Schatten des Ministers heraustreten.