Die Partie gegen den Europameister endete 25:27 (14:14). "Wir sind ganz klar benachteiligt worden. So eine Leistung darf auf internationaler Bühne nicht sein", schimpfte Torwart Johannes Bitter über die Referees, nachdem Bundestrainer Heiner Brand seinen Jungs noch auf dem Parkett eine "sensationelle Leistung" attestiert hatte.

Nur durch ein Remis im anschließenden Spiel zwischen Polen und Norwegen wäre der Einzug in die Runde der besten Vier noch möglich gewesen. Gegen die Dänen zeigte die deutsche Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand trotz des Fehlens des verletzten Spielmachers Michael Kraus und des nur bedingten Einsatzes von Pascal Hens eine beherzte Leistung, hatte letztlich aber das Nachsehen.

Das Rätselraten darüber, ob Hens mitspielen konnte oder nicht, dauerte bis kurz vor Anpfiff. Erst nach einem Belastungstest beim Aufwärmen, bei dem der Rückraumspieler Sprints absolvierte und Sprungwürfe testete, entschieden sich der Hamburger und Coach Brand für einen Einsatz. Hens hatte sich am Sonntag im Spiel gegen Norwegen (24:25) eine Verhärtung im linken Oberschenkel zugezogen und lief mit einer dicken Bandage auf. "Ich konnte zum Schluss gar nicht mehr springen", berichtete er. Deswegen war sein Einsatz gegen Dänemark bis zuletzt ungewiss.

Zudem kehrte sein Clubkollege Stefan Schröder nach auskurierter Grippe in den Kader zurück. Der Rechtsaußen hatte vier Spiele pausieren müssen. Nach dem WM-Aus von Kraus wegen einer Bänderverletzung musste gegen die Dänen in Zadar wie zu Turnierbeginn sein junger Lemgoer Vereinsmitspieler die Verantwortung für den Spielaufbau übernehmen.

"Er hat zwar andere Qualitäten als 'Mimi', aber er hat gezeigt, dass er mit einer großen Übersicht ausgestattet ist. Er ist ein typischer Spielmacher", sagte Torhüter Johannes Bitter und fügte an: "Wir können das Spiel gewinnen, aber wir gehen klar als Außenseiter in die Partie."