Wie es weiter geht? In Davos steht es acht zu zwei für die Pessimisten.

Einer von ihnen ist Niall Ferguson, Wirtschaftshistoriker in Harvard. Er spricht nicht allein von der "Great Depression", sondern von der "Great Repression", also der Unterdrückung und Abwehr im psychologischen Sinne.

Was jetzt passieren müsse, sei das "Great Deleveraging", also der Abriss und die Entsorgung der schwindelerregenden Finanzkonstruktionen. Solche Konstruktionen also, bei denen die Finanz-Artisten mit einem Dollar Eigenkapital gleich 30 oder gar 49 weitere Dollar geborgt haben, um Realien wie Immobilien und Firmen aufzukaufen.

Die Entsorgung mit einem gewaltigen "Hebel" hieße, diesen Mist, der die Weltwirtschaft vergiftet, wegzuräumen, so schmerzhaft es auch sein könnte. Nur machen die Regierungen laut Ferguson derzeit genau das Gegenteil: Statt die exzessive Liquidität aufzusaugen, blähen sie diese mit Billionen weiter auf.

Die Krise werde also endlos verlängert.

Die Mittelposition nimmt ein Mann wie Bruce Wasserstein von Lazard Frères ein. "Kurzfristig", sagt er, sieht die Wirtschaft schrecklich aus, mit sich überschlagenden schlechten Nachrichten. "Langfristig" aber dürfe man hoffen, weil die Blase "frühzeitig angestochen" worden sei – früh genug, um außer Kontrolle zu geraten. Man müsse jetzt einfach dafür sorgen, einen "Boden unter den Wertpapieren und Realwerten einzuziehen", und das sei zu schaffen.