Merkel rief auf vor den mehr als 300 Spitzenpolitikern, Militärs und Experten auf dem Münchner Treffen zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit auf. Die aktuellen weltweiten Konflikte könnten heute "von keinem Land mehr alleine gelöst werden, sondern wir brauchen einander", sagte sie. Das Jahr 2009 nannte sie eine Nagelprobe für eine friedliche Globalisierung.

Die Kanzlerin mehnte zum 60. Geburtstag der NATO im April eine grundlegende neue strategische Ausrichtung des Bündnisses an. Die NATO sei zwar ein militärisches Bündnis. Genauso entscheidend seien aber künftig auch polizeiliche oder kulturpolitische Komponenten.

Merkel hob die "außerordentliche Bedeutung" Russlands für EU und NATO hervor. Der NATO-Russland-Rat müsse dringend intensiviert werden.

Insbesondere forderte sie, den Iran vom Bau der Atombombe abzuhalten. Die Verhandlungsangebote an Teheran lägen auf dem Tisch. "Wir sind bereit, diesen Weg dann gemeinsam zu gehen. Aber wir sind auch bereit, härtere Sanktionen ins Auge zu fassen, wenn es keine Fortschritte gibt."

Die Mitglieder der NATO forderte Merkel auf, auf "mutigere Schritte zur Abrüstung" zu dringen. Eine Welt ohne Atomwaffen sei ein Ziel - zunächst gehe es darum, die Zahl von Atomwaffen deutlich zu verringern. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte auf der Konferenz am Freitag ebenfalls neue Anstrengungen zur Abrüstung verlangt – auch bei den Nuklearwaffen.