Dies geht aus internen Untersuchungsberichten hervor, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. Der ehemalige Fernmeldeoberrat Klaus T., der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt, sollte herausfinden, wer im Unternehmen vertrauliche Informationen an Medien weitergegeben hatte.

Wie der Mitarbeiter jetzt aussagte, war die Anweisung der Konzernspitze mit der strikten Order verbunden, "absolutes Stillschweigen" über die Ermittlungen, auch gegenüber seinen Vorgesetzten zu bewahren, berichtet das Blatt in seiner Samstagsausgabe.

Die internen Untersuchungsberichte zeigen nach SZ-Angaben allerdings nicht, ob Ricke und Zumwinkel detailierte Anweisungen gaben und die Maßnahmen im Detail besprochen haben. Auch über ein mögliches stillschweigenden Einvernehmen über die Ermittlungsmethoden gebe der Untersuchungsbericht keine Aufschlüsse.

Die Staatsanwaltschaft Bonn untersucht den Fall seit dem Frühjahr 2008. Ermittler gehen davon aus, dass das Unternehmen von 2005 bis 2006 Telefonverbindungsdaten von Telekom-Aufsichtsräten, Betriebsratsmitgliedern und Journalisten ausgepäht habe. Auch Dritte wie Verdi-Chef Frank Bsirske, die nicht unmittelbar mit dem Unternehmen zu tun haben, sollen von den Aktionen betroffen sein. Die Behörde ermittelt gegen ein Dutzend Beschuldigter, unter ihnen Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinckel.

Zumwinkel hatte in einem Interview betont, die Initiative zur Bespitzelung sei nicht von ihm ausgegangen. Die Abteilung Konzernsicherheit unterstehe dem Personalvorstand.