Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums strichen die Unternehmer in den USA im Januar 598.000 Jobs. Die Arbeitslosenquote erreichte mit 7,6 Prozent das höchste Niveau seit mehr als 16 Jahren. Im Dezember waren es noch 7,2 Prozent.

Besonders stark gebeutelt wurde die Industrie, wo mit 207.000 so viele Menschen ihren Arbeitsplatz verloren wie seit mehr als 26 Jahren nicht mehr. Seit Beginn der Rezession im Dezember 2007 summiere sich der Stellenverlust auf 3,6 Millionen, sagte der zuständige Statistiker Keith Hall, und "etwa die Hälfte des Abbaus fand in den vergangenen drei Monaten statt".

Experten sehen nun die Politik unter Druck, das 900 Milliarden Dollar schwere Konjunkturprogramm möglichst schnell zu verabschieden. Obama erhalte ein wichtiges neues Argument, sagte Greg Salvaggio von Tempus Consulting: "Es lässt ihn sagen, dass wir jetzt handeln müssen."

Obama hatte schon am Donnerstag vor düsteren Arbeitsmarktdaten gewarnt und dringt nun auf eine rasche Verabschiedung des Programms. "Wenn wir nicht schnell zu einer Unterzeichnung des Rettungspakets kommen, wird sich die Wirtschaft, die ohnehin in einer Krise ist, einer Katastrophe gegenübersehen", sagte er.

Der Senat wollte am Freitag die Debatte über das milliardenschwere Konjunkturpaket wieder aufnehmen, mit dem die weltweit größte Volkswirtschaft wieder in Schwung gebracht werden sollte. Dabei sind noch einige Streitpunkte aus dem Weg zu räumen. Es geht um die Kürzung des Programms um etwas mehr als 100 Milliarden Dollar. Sollte es keine Einigung geben, werde er sich für eine Kampfabstimmung am Sonntag einsetzen, kündigte der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, an. Obama will das Konjunkturpaket bis zum 16. Februar unterschriftsreif auf seinem Schreibtisch haben.