Iran mauert weiter im Streit mit der Weltgemeinschaft über sein Atomprogramm - unbeeindruckt auch von einem Gesprächsangebot des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Während der Münchner Sicherheitskonferenz drohten Vizepräsident Joe Biden, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy und Bundeskanzlerin Angela Merkel der Führung in Teheran mit schärferen Strafmaßnahmen, sollte sie nicht einlenken.

Der ehemalige iranische Chefunterhändler und heutige Parlamentspräsident Ali Laridschani brüskierte die Konferenz mit Zweifeln am millionenfachen Mord an den Juden durch die Nazis. Er attackierte die USA für deren Nahostpolitik, die Tod und Unterdrückung in die Region bringe.

Die USA überprüften die Beziehungen zum Iran, sagte Biden. "Wir sind bereit, mit Iran zu reden." "Aber wir bieten eine sehr klare Wahl an: Wenn ihr den jetzigen Kurs fortsetzt, dann werden Druck und Isolierung weitergehen. Gebt das illegale Atomprogramm und die Unterstützung des Terrorismus auf und es wird bedeutende Anreize geben."

Der britische Außenminister David Miliband machte unmissverständlich klar, dass Iran einlenken müsse. "Wenn der Iran sich der internationalen Gemeinschaft widersetzt, dann wird es ganz unausweichlich härtere und schärfere Sanktionen geben müssen."

Laridschani hatte sich zum Auftakt der dreitägigen Sicherheitskonferenz jede Einmischung in das Atomprogramm verbeten.  Zur Leugnung des Holocaust durch seinen Präsidenten Mahmud Ahmadineschad und zu eigenen früheren Äußerungen sagte er: "Ich bin kein Historiker. Man kann dazu unterschiedlicher Meinung sein. Die Menschen können verschiedene Ansichten und Auffassungen dazu haben."