Nach Angaben von Bellsons Frau Francine war der Musiker bereits am Samstag im Cedars-Sinai-Krankenhaus in Los Angeles an den Folgen des  Parkinson-Leidens und eines Hüftbruches gestorben.

Den Höhepunkt seiner langjährigen Karriere erlebte Bellson in den vierziger und fünfziger Jahren als Big-Band-Schlagzeuger bei Auftritten mit  Tommy Dorsey, Count Basie, Benny Goodman und Duke Ellington. Von seinem Können zeugen bis heute mehr als 200 Aufnahmen, in denen er unter  anderen mit Woody Herman, Dizzy Gillespie, Louis Armstrong und James Brown zu hören ist.

Mit bürgerlichem Namen hieß er Luigi Paulino Alfredo Francesco Antonio Balassoni. Sein Vater besaß ein Musikinstrumentengeschäft. Schon im Alter von drei Jahren interessierte sich Bellson für das Schlagzeugspiel. In den fünfziger Jahren erregte er auch durch seine Ehe mit der afroamerikanischen Sängerin Pearl Bailey Aufsehen. Er selbst war der einzige Weiße im Duke Ellington Orchester.

Von Bellson stammen mehr als 1000 Kompositionen, darunter Ballett- und Sakralmusik, ein Broadway-Musical und klassische Werke wie The London Suite und das Concerto for Jazz Drummer and Full Orchestra.  Er wurde mit hohen Auszeichnungen wie dem "Jazz Masters Award" der  Nationalen Kunststiftung (National Endowments for the Arts) und dem  "Living Jazz Legends Award" des Kennedy Center in Washington geehrt.

Bellson hinterlässt seine Frau Francine, die er vor 16 Jahren nach  dem Tod seiner ersten Frau Pearl geheiratet hatte, sowie zwei Töchter und zwei Enkelkinder. Er soll in seinem Heimatstaat Illinois beigesetzt werden.