Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner plädiert dafür, die Hilfen für Arbeitslosen angesichts der Wirtschaftskrise deutlich zu verbessern. "Wenn wir länger Kurzarbeitergeld bezahlen, dann sollte auch das Arbeitslosengeld von 12 auf 18 Monate verlängert werden", sagte Schreiner im Gespräch mit der ZEIT.

Auch Annelie Buntenbach aus dem Vorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes schloss sich dieser Forderung an. Zwar gehe es jetzt in erster Linie darum, Entlassungen zu vermeiden und Beschäftigung zu sichern, sagte sie. Es müsse "aber auch alles dafür getan werden, dass die Opfer der Finanzkrise nicht in die Bedürftigkeit abrutschen". Es sei nur gerecht, Entlassene nicht schlechter zu stellen als Kurzarbeiter.

Gustav Horn, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung in Düsseldorf, schlug vor, ein entsprechendes Gesetz zu befristen und von der Entwicklung der Arbeitslosenzahlen abhängig zu machen. "Das muss nicht heute in Kraft treten", sagte der Ökonom, "aber wir müssen jetzt über solche Schritte diskutieren."