Gründe zu trauern scheint es viele zu geben. Die Seite wurde geradezu überrannt von Opelliebhabern. Sie seien selbst überrascht worden von der Resonanz, sagen die Betreiber. 1001 Bild vom eigenen Opel wollten sie sammeln, als eine Art Erinnerungsgalerie. Innerhalb von sechs Wochen war das erledigt. "Ich dachte, wir kriegen vielleicht 300 Fotos geschickt", sagt Betreiber Stefan Götz. Inzwischen seien es mehr als 1500, jeden Tag kämen 100 neue. "Ich hätte nie gedacht, wie sehr die Krise die Leute trifft."

Geld aber will man auf keinen Fall beschaffen. "Wir wissen, dass wir mit dieser Seite Opel nicht retten können", schreiben Götz und sein Partner Fritz Schmidt. Vielleicht aber mache man mit einer Auswahl der Bilder eine Ausstellung. Als Abschluss der Aktion.

Vielleicht gibt es eine solche irgendwann gemeinsam mit den Saab-Enthusiasten. Über die beiden Autofirmen immerhin wird spekuliert, dass sie versuchen könnten, zusammenzuarbeiten. Die Stockholmer Zeitung Expressen berichtet, Saab und Opel verhandelten darüber seit Tagen "unter Hochdruck". Die Firmen wollen das nicht kommentieren. Viel ändern würde sich für die Käufer nicht, schon jetzt gibt es bei Opel viele "Mehrmarkenhändler", die Opel und Saabs in derselben Halle verkaufen.  Nur die Chevrolets, die oft auch noch dazwischen stehen, würden verschwinden.

Disclaimer: Der Autor fuhr jahrelang Saab.