Althaus muss außerdem 5000 Euro Schmerzensgeld an den Ehemann der 41-jährigen Frau zahlen, die bei dem Unfall am Neujahrstag getötet worden war.

Das Bezirksgericht Irdning hatte das Verfahren erst kurz zuvor überraschend eröffnet, auf Antrag von Althaus-Verteidiger Walter Kreissl. Althaus, der bei dem Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte und noch immer in einer Reha-Klinik am Bodensee behandelt wird, nahm an der Verhandlung nicht teil. Sein Anwalt nahm das Urteil nach Angaben einer Gerichtssprecherin an.

Erst Tags zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Leoben mitgeteilt, dass sie Anklage gegen den CDU-Politker Anklage wegen seines Zusammenpralls mit einer Skiläuferin in der Steiermark erhoben hatte. Althaus hatte nach Angaben seines Anwalts eine Mitschuld an dem Unfall eingeräumt, aber keine Verantwortung für den Tod der Frau übernommen. An den Unfall selbst kann er sich nicht erinnern.

Durch den kurzfristig angesetzten Prozess sollte offenbar ein größerer Medienrummel vermieden werden. Denn der Fall hat in Deutschland auch wegen seiner  möglichen politischen Auswirkungen auf hohe Aufmerksamkeit gestoßen.

Nach der Anklageschrift hatte Althaus vor dem Skiunfall gegen grundsätzliche Verhaltensregeln des internationalen Skiverbandes FIS verstoßen. Er habe bei hohem Tempo nicht sorgfältig genug auf mögliche Gefahren geachtet.

Ein Gutachten zum Hergang des Unfalls hatte vor wenigen Wochen ergeben, dass Althaus an einer Kreuzung zweier Pisten bergauf gefahren war. Dabei kam ihm die Frau entgegen. In einer Erklärung des Gerichts heißt es, Althaus habe es entgegen der FIS-Regeln versäumt, sich "beim beabsichtigten Einfahren in eine Skiabfahrt und Hangaufwärtsfahren nach oben und unten zu vergewissern, dass dies ohne Gefahr für sich und andere möglich ist". Althaus sei laut Anklage mit einer Mindestgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde in die andere Piste eingebogen, obwohl für ihn bereits in Annäherung des Kreuzungsbereiches erkennbar gewesen sei, dass die Slowakin Beata C. die Abfahrt talwärts fuhr.

Althaus sei anschließend "gegen die eigentliche Fahrtrichtung hangaufwärts" gefahren und kurz darauf mit der 41-jährigen zusammengestoßen - wobei dies "für ihn durch Anhalten oder ein rechtzeitiges Ausweichmanöver bei Erkennbarkeit der Talwärtsfahrt der Beata C. vermeidbar gewesen wäre".