Zwischen 35.000 und 50.000 Soldaten würden allerdings zunächst noch in dem Golfstaat bleiben, um die irakische Regierung und Sicherheitskräfte zu unterstützen, sagte Barack Obama am Freitag vor Soldaten im Camp Lejeune im Bundesstaat North Carolina.

Er habe vor, sämtliche US-Truppen bis Ende 2011 aus dem Irak abzuziehen. Noch sei das Land aber nicht sicher, sagte Obama. Derzeit sind 140.000 amerikanische Soldaten im Irak stationiert. "Lasst es mich so klar sagen, wie ich kann: Mit dem 31. August wird unser Kampfauftrag im Irak enden", sagte Obama. Die verbleibenden US-Soldaten sollen irakische Truppen ausbilden und unterstützen.

Außerdem sollen sie gezielte "Spezialeinsätze gegen Terroristen" durchführen. Diese US-Soldaten sollen bis Ende 2011 abgezogen werden, wie es unlängst mit der Regierung in Bagdad vereinbart worden war.

Die Pläne Obamas waren vorab auf scharfe Kritik in den eigenen Reihen gestoßen. Führende demokratische Abgeordnete monieren, dass die Zahl bis zu 50.000 vorerst im Irak verbleibender US-Soldaten zu hoch sei.

Ein rascher Truppenrückzug aus dem Irak war eines der wichtigsten Versprechen Obamas im Wahlkampf. Zunächst hatte er einen Rückzug innerhalb von 16 Monaten nach seinem Amtsantritt versprochen.

Obama will durch den Rückzug mehr Spielraum für den Einsatz in Afghanistan gewinnen. Bereits kürzlich hatte er die Entsendung weiterer 17.000 Soldaten nach Afghanistan angekündigt.