Baden-Wüttembergs Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) drückte den betroffenen Eltern und Mitschülern am Mittwoch in Winnenden sein Mitgefühl aus: "Betroffen ist ganz Baden-Württemberg. Die Schule, einen Ort der Zukunft, der Bildung und Erziehung so zu stören und zu zerstören ist besonders gemein."

Bundespräsident Horst Köhler und seine Ehefrau Eva Luise reagierten mit Entsetzen und Trauer. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien und Freunden. Wir fühlen uns mit ihnen in diesen schweren Stunden tief verbunden", sagte das Paar in Berlin.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich tief bestürzt. "Es ist ein Tag der Trauer für ganz Deutschland", sagte sie in einer Stellungnahme. "Es ist unfassbar, dass binnen Sekunden Schüler, Lehrer in den Tod gerissen wurden durch ein entsetzliches Verbrechen, Unbeteiligte von einer Sekunde auf die andere ihr Leben verloren haben", fügte sie hinzu. "Es ist schwer in Worte zu fassen, was heute passiert ist."

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich über den Amoklauf von Winnenden erschüttert gezeigt. "Ich fühle tiefe Trauer", sagte er bei einer Kommunalwahl-Veranstaltung in Kiel. "In solch einer Stunde versagt auch die Sprache, haben wir nicht die richtigen Worte für eine solche Situation." FDP-Chef Guido Westerwelle drückte allen Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Die Grünen-Vorsitzenden Claudia Roth und Cem Özdemir wünschten den Verletzten baldige Genesung.

An der Albertville-Realschule in Winnenden bei Stuttgart herrscht nach der Bluttat mit fast zwei Dutzend Toten blankes Entsetzen und Angst. Ein vermutlich ehemaliger Schüler, ein 17-Jähriger, hatte in der Schule offenbar wahllos um sich geschossen und mindestens neun Schüler sowie weitere Menschen getötet. Dutzende medizinische Helfer und Notfallseelsorger sind am Tatort. Die Polizei sicherte die Schule mit einem Großaufgebot und fahndete in der Region nach dem Täter. (Ereignissplitter aus der Region hier)

Gleichzeitig beginnt die Debatte über die Konsequenzen des Amoklaufs. Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) mahnte bessere Vorsorge an, um derartige Taten künftig zu verhüten. Sie sprach sich dafür aus, Schulen verstärkt auf solche kritischen Situationen vorzubereiten und die Auslöser für Amokläufe besser zu untersuchen. Darüber hinaus regte von der Leyen "Erziehungs-Partnerschaften" zwischen Schulen und Eltern an, um gemeinsam "solche schrecklichen Ereignisse im Vorfeld zu erkennen und abzuwenden".