Bayern München - Hannover 96 5:1

Auch ohne die Top-Stars Franck Ribéry und Luca Toni erkämpften die Bayern den höchsten Saisonsieg in der Bundesliga. Nach einem frühen 0:1-Rückstand durch Jiri Stajner (15. Minute) leiteten Daniel van Buyten (20.), Miroslav Klose (25.) und Hamit Altintop (34.) gegen eine desolate Hannoveraner Abwehr noch vor der Pause den Sieg des deutschen Meisters ein. Vor 69 000 Zuschauern in der Allianz Arena durfte nach dem Wechsel auch Lukas Podolski wieder ein Tor bejubeln: Der Nationalspieler erhöhte mit einem Kopfballtor auf 4:1 (73.), den Schlusspunkt setzte Martin Demichelis (89.).

 "Die Stimmung ist natürlich bestens"", erklärte Klinsmann, der kämpferisch anfügte: "Wir haben alle Möglichkeiten, deutscher Meister zu werden. Wir lassen nicht locker." Nachlegen sei gefordert, betonte Bayern-Manager Uli Hoeneß: "Es geht jetzt darum, sich kontinuierlich nach ganz oben zu arbeiten." Hannover bleibt nach der Pleite in München mit nur einem Punkt aus elf Partien das schwächste Auswärtsteam der Liga - diese Misere sowie die Abwehrprobleme könnten mit dem Abstieg enden. Abwehrspieler Christian Schulz sprach von "anfängerhaften" Fehlern: "Es kann mal ein Tor nach einer Standardsituation fallen, aber nicht vier."

Dem Brasilianer Zé Roberto bot sich schon nach 35 Sekunden die große Chance zum Führungstor, aber 96-Verteidiger Frank Fahrenhorst konnte in höchster Not klären. Nach 15 Spielminuten überraschten die Niedersachsen die Bayern mit dem Führungstreffer. Nach einem langen Pass von Arnold Bruggink umkurvte Stajner den stürzenden Lucio und schoss den Ball aus 15 Metern ins Tor.

Der Schock währte bei den Bayern aber nur kurz: Nach zwei Freistößen von Ribéry-Ersatz Bastian Schweinsteiger waren van Buyten und Klose (10. Saisontor) fast unbehelligt im Strafraum per Kopf erfolgreich. Nach Vorarbeit des agilen Klose erhöhte Altintop auf 3:1.

Nach zwei Partien mit nur einem Angreifer stellte Klinsmann seine Taktik um und setzte wieder auf zwei Spitzen: Dabei präsentierte sich Toni-Ersatz Podolski lauf- und einsatzfreudig, aber lange ohne Glück im Abschluss. Erst nach Flanke von Zé Roberto erzielte er sein erstes Bundesliga-Tor seit dem 1. November 2008. Die harmlosen Hannoveraner erwiesen sich für die Bayern als willkommener Aufbaugegner in schweren Zeiten.