Smartphones, jene schicken Mobiltelefone, mit denen man alles mögliche machen kann, anstatt zu telefonieren, gehören zu den größten Attraktionen der diesjährigen Cebit . Doch je leistungsfähiger sie sind und je mehr Applikationen es dafür gibt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kriminelle die darauf gespeicherten Daten stehlen wollen. Ähnlich wie auf dem Rummel gilt auch hier: Die Menge zieht Taschendiebe an.

Irgend so eine merkwürdige SMS hat bestimmt jeder einmal auf dem Display seines Handys gesehen. Hat man sie sofort gelöscht, ist nichts passiert. Wer jedoch dem Nepp erlag, der hat dies womöglich mit einer hohen Rechnung bezahlt. Ansonsten ist bislang nicht besonders viel über geprellte Handybesitzer berichtet worden. Entweder wurde das Auto aufgebrochen und das Gerät gleich ganz gestohlen – oder aus Sicht des Kriminellen war die Menge an Daten bislang noch nicht attraktiv genug.

In einer Übersicht, in der das US-Institut für IT-Sicherheit Sans die Top-Ten-Bedrohungen des Jahres 2008 auflistet, stehen die "Mobile Phone Threats", also die Gefahren für Mobiltelefonnutzer, immerhin an vierter Stelle. Die Analysten machen darauf aufmerksam, dass es insbesondere Googles offenes Betriebssystem Android Hackern leicht mache, ihre Malware – also Viren und Co. – zu verbreiten. Schließlich würden es ihnen die frei verfügbaren Entwicklertools leicht machen.

Dennoch kann man sich fragen, ob Sicherheitslösungen für Mobiltelefone tatsächlich nötig sind, oder ob die Firmen mit ihrer Software nur Geld machen wollen. Bisher hat es noch keine größeren Angriffe auf Daten von Mobilfunknutzern gegeben. Und selbst das renommierte Sans-Institut stellt lediglich Prognosen auf. Es könnte ja der Ernstfall eintreten. Und dann soll bloß niemand sagen, man habe nicht davor gewarnt.

Also preist in Hannover auch die aus Russland stammende Firma Kaspersky Lab die siebte Version ihrer Mobile Security an: Wie beim PC kann der Anwender eine Firewall konfigurieren, nach Viren auf dem Gerät suchen lassen und entscheiden, wer anrufen darf und wer nicht (Whitelist/Blacklist). Eigene Daten können zudem verschlüsselt abgelegt werden, was durchaus sinnvoll ist, sobald das Gerät zu Firmenzwecken genutzt wird.