Als die Schweden Simon Aspelin und Robert Lindstedt dabei waren, das Doppel in der Begegnung der ersten Runde der Weltgruppe gegen die Israelis Amir Hadad und Andy Ram in vier Sätzen 6:4, 1:6, 7:6, 6:4 zu gewinnen, hatten sich bereits einige tausend Demonstranten unter dem Motto "Stoppa Matchen" ("Stoppt das Match") in der Innenstadt von Malmö versammelt. Die Teilnehmerzahl lag deutlich unter den von den Veranstaltern erwarteten 10.000 Menschen.

Die Polizei teilte mit, kleine Gruppen aus einem Demonstrationszug hätten Beamte mit Steinen und Leuchtraketen angegriffen. Während die Schweden ohne Zuschauer in der Halle durch den Sieg im Doppel 2:1 in Führung gingen, wurden davor mehrere Demonstranten festgenommen. Sie waren durch alle Sperren auf das Dach der Baltischen Halle gelangt.

Die Proteste richten sich gegen die israelische Kriegführung im Gaza-Streifen. Auf Beschluss des Stadtrates muss die Davis-Cup-Begegnung ohne Zuschauer ausgetragen werden. Die Entscheidung wurde teils mit Sicherheitsbedenken und teils als Unterstützung für die Proteste gegen Israel begründet.

Das erste Einzel am Freitag hatte der Schwede Thomas Johansson am Freitagabend in fünf Sätzen (6:7, 6:4, 7:5, 4:6, 8:6) gegen Harel Levs gewonnen. Den Ausgleich für Israel schaffte Dudi Sela ebenfalls in fünf Sätzen (4:6, 6:3, 3:6, 6:3, 11:9) gegen Andreas Vinciguerra.