In letzter Minute ist ein Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa abgewendet worden. Das teilte das Unternehmen mit und bestätigte damit einen Bericht von ZEIT ONLINE.

Noch am Montag hatte die Flugbegleitergewerkschaft UFO sich mehrheitlich für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Die Gewerkschaft wollte ursprünglich eine Lohnerhöhung von 15 Prozent für die etwa 16.000 Flugbegleiter. Lufthansa hatte zuletzt ein Plus von zehn Prozent geboten. Nun zahlt die Airline rückwirkend zum 1. Januar 4,2 Prozent mehr, wie die Lufthansa am Dienstagabend mitteilte.

Hinzu kämen für einige Gehaltsstufen weitere Prozente sowie eine Einmalzahlung, hieß es. Auch sei eine Ergebnisbeteiligung für 2008 von bis zu drei Prozent einer Jahresgrundvergütung vereinbart worden. Auch auf die von der Gewerkschaft verlangten verbesserten Arbeitsbedingungen habe man sich geeinigt. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 14 Monaten und gilt bis zum 28. Februar 2010.

Mit der Einigung ist ein Streik abgewendet. Die Lufthansa hatte auch im Februar schwer unter der weltweiten Wirtschaftskrise zu leiden gehabt. Laut den Zahlen, die das Unternehmen am Dienstag mitteilte, gab es einen massiven Einbruch im Passagier- und Frachtgeschäft.

Im Vormonat ging die Zahl der Fluggäste bei dem Konzern um 9,3 Prozent auf 4,68 Millionen zurück. Noch deutlicher fiel das Minus im Frachtverkehr aus, der seit Monaten besonders unter der Konjunkturflaute leidet. Die Nachfrage sank hier um 24,5 Prozent auf 123.000 Tonnen.