Sibylle Lewitscharoff hat den mit 15.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Belletristik gewonnen. Sie wurde für ihren Roman Apostoloff ausgezeichnet. Das Buch beschreibt eine schwierige Beziehung zwischen einem Vater und seiner Tochter. Es sei "ein reiches Spiel einer Sprachkünstlerin", sagte die Jury. Der Roman finde "das Gespräch mit den Engeln der Geschichte". Neben der 1954 in Stuttgart geborenen Lewitscharoff waren auch Wilhelm Genazino, Reinhard Jirgl, Daniel Kehlmann, Andreas Maier und Julia Schoch für den Belletristik-Preis der Buchmesse nominiert.

Zum besten Sachbuch wählte die Jury Herfried Münklers Die Deutschen und ihre Mythen. Das
Buch des Berliner Politikprofessors beschäftigt sich damit, wie geschichtliche Ereignisse in die Politik einfließen. Es sei "in klarer Sprache und mit der Stimme der Vernunft" geschrieben, sagten die Juroren. Münkler setze mit seiner "politologischen Ader" die Arbeit Heinrich Heines fort.

Als bester Übersetzer wurde Eike Schönfeld ausgezeichnet. Er erhielt den Preis für seine Übersetzung von Saul Bellows Buch Humboldts Vermächtnis.